Besprechung mit Jürgen Fischer April 2018

Besprechung mit BISp-Direktor Jürgen Fischer

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) „brennt“ für das Thema Sicherheit im Sport.
Heute hatten wir ein weiteres Mal die Gelegenheit, uns mit Jürgen Fischer, Direktor des BISp, sowie seinen Mitarbeitern Michael Palmen und Dr. Marc Wonneberger über das Thema Sicherheit im Sport auszutauschen. Schwerpunkte waren unter anderem der bauliche Zustand und die Sicherheit von Sportstätten in Deutschland sowie Schädelhirntraumata im Sport.

Gerade bei den Sportstätten leuchtet der direkte Zusammenhang zur Sportunfallprävention unmittelbar ein. Denn es gilt: Nur in sicheren Sportstätten ist sicheres Sporttreiben möglich. Da es aber deutschlandweit einen geschätzten Investitionsbedarf bei den Sportstätten im zweistelligen Milliardenbereich gibt, sind sich BISp und Stiftung SICHERHEIT IM SPORT einig, dass es hier großen Handlungsbedarf gibt.

Obwohl es jährlich geschätzt „nur“ ca. 45.000 Schädelhirntraumata (SHTs) im Sport gibt, diese Verletzungen also nur einen kleinen Teil der mindestens zwei Millionen Sportverletzungen ausmachen, ist auch dieses Thema „heiß“. Denn SHTs haben oftmals sehr langfristige Folgen, die bei der ersten Diagnose (sofern diese überhaupt erfolgt) nicht abschätzbar sind. So leiden von SHTs betroffene Sportlerinnen und Sportler oft noch Jahre später unter den Folgen, die nicht nur die sportliche, sondern auch die berufliche Karriere beeinflussen und im schlimmsten Fall beenden.

Schon diese zwei Beispiele zeigen, wie wichtig Sicherheit und Sportunfallprävention im Sport sind. Gemeinsam mit starken Partnern versuchen wir dazu beizutragen, diesen Themen mehr Gehör zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass langfristig mehr Ressourcen für die Prävention von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport zur Verfügung stehen.